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 Der Heilige Bonifatius

Er wurde um das Jahr 673 in Wessex geboren, zunächst auf den Namen Wynfrith getauft und in südenglischen Benediktinerklöstern erzogen. Seit 716 begann er eine Mission in Friesland. Um 720 reiste er mehrmals nach Rom und erhielt vom Papst den christlichen Namen Bonifatius und den Auftrag für die Missionierung von Hessen und Thüringen.
St. Bonifatius
In der Legende heißt es: In Hessen waren die Heiden in großer Überzahl. Einen mächtigen Eichbaum hatten sie ihrem Gott Donar geweiht und verehrten ihn als heilig. Bonifatius konnte diese Greuel nicht ansehen und beschloß, den Baum umzuhauen. Mit einer Axt versehen, umgeben von seinen Priestern, näherte er sich der Eiche. Große Haufen wilder Heiden standen um den Baum und schützten ihn mit Lanzen und Speeren. Bonifatius ließ sich davon aber nicht schrecken, schob die Horde einfach zur Seite und schwang die Axt. Zum Erstaunen der Heiden fiel die Eiche schon beim ersten Hieb krachend zu Boden. Jetzt warfen sich die Heiden auf die Knie und lobten den Christengott. Aus dem Holz der Eiche ließ Bonifatius eine Kapelle zu Ehren des HI. Petrus bauen.

Über seinen Märtyrertod wird folgendes erzählt: Als Bonifatius seine Zeit gekommen sah, begab er sich hochbetagt noch einmal auf eine Missionsreise nach Friesland. Auf freiem Feld am Fluß Burda ließ er die Zelte aufschlagen und erwartete die Neugetauften. Stattdessen drang aber eine Horde wilder Friesen ins Lager ein. Bonifatius befahl seinen Leuten keine Gegenwehr und trat nur mit dem Evangelienbuch geschützt vor die Anführer. Mit verklärtem Angesicht erwartete er den Todesstreich. Es war der 5.Juni 754.

Dieses Evangelienbuch kam mit dem Leichnam nach Fulda, wo es noch heute zu sehen ist. Seinem Todestag gedenkt die Pfarrgemeinde alljährlich durch ihr Patroziniumsfest.
(Quelle: Festschrift zum 125. Weihetag)