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01.12.2010 - kurze Vorstellung von Pfarrer Michael Teipel
 
 

Liebe Suchende,

mit großer Vorfreude bin ich in diesen Tagen nach Baden- Baden gezogen und habe schon erste Kontakte geknüpft.

Zu Beginn eine kurze Vorstellung: Mein Name ist Michael Teipel. Ich bin in Schopfheim in einer aktiven Gemeinde aufgewachsen und war Ministrant und Zeltlagerleiter. Nach dem Zivildienst habe ich in Freiburg mit dem Studium begonnen, zunächst mit den Fächern Geschichte, Theologie und Sport.

Zwei Semester später wechselte ich ins Priesterseminar und studierte fünf Jahre Theologie in Freiburg und Rom mit einem Praxissemester in Achern. 1999 war die Diakonenweihe und 2001 die Priesterweihe durch Erzbischof Oskar Saier. Nach der Primiz war ich für 6 Wochen zur Vertretung in Bühl- Vimbuch und dann für drei Jahre Vikar und Dekanatsjugendseelsorger in Ettlingen. 2004 wechselte ich an die Diözesanstelle Berufe der Kirche in Freiburg und war dort für die Begleitung junger Menschen auf der Suche und für die Gebetsgemeinschaft für geistliche Berufe (PWB) tätig. Eine gute Herausforderung war in dieser Zeit das „Jahr der Berufung“. Neben der Berufung zum Priester oder Ordensleben ging es auch um die Berufung zur Mutter oder zum Vater.

Darüber hinaus sind alle Berufe und ehrenamtliche Aufgaben, die mit Menschen zu tun haben, mit der Frage nach der Berufung verknüpft. Viele Menschen haben erkannt, dass sie eine eigene Berufung in sich tragen.

Besondere Freude machten mir die Radwallfahrten mit Jugendlichen (eine davon führte 2008 von Baden-Baden nach Moncalieri). Diese Fahrten bedeuten: Inneres und äußeres Unterwegssein oder Spiritualität und Sport. In dieser Zeit begann ich auch meine Ausbildung zum geistlichen Begleiter die ich diesen Herbst abschließe. Das Thema meiner Lizentiatsarbeit*: Das Vaterunser als kontemplatives Gebet bei Teresa von Ávila.

Für uns heute kann Teresas Gottesbild eine Hilfe sein. Sie sieht Gott als Freund, bei dem sie gerne verweilt. Es geht nicht darum, etwas leisten zu müssen oder etwas Bestimmtes zu erreichen. Es kommt einfach darauf an, gerne mit ihm zusammen zu sein – eben wie mit einem Freund. In ihrer Vaterunser- Auslegung spricht sie davon, dass jeder Mensch in seiner Seele einen Palast in sich trägt und inmitten dieses Palastes der Thron Gottes steht. Wenn ich also zu Gott komme, komme ich auch zu mir selbst.

Im Advent bereiten wir uns auf die Geburt von Jesus Christus vor. Eine gute Gelegenheit sich auf das eigene Menschsein zu besinnen und mit Gott darüber ins Gespräch zu kommen. Wer bist du, Gott, und wer bin ich vor dir? Und nicht zuletzt: Welche Aufgabe habe ich in meinem Leben, anders ausgedrückt: Welche Berufung habe ich?

Meine Aufgabe führt mich nun nach Baden- Baden – ich bin gespannt auf das Kommende. Ich freue mich auf den gemeinsamen Weg und die gemeinsame Suche.

Michael Teipel

*Lizentiat ist ein Abschluss zwischen Diplom und Promotion.