TEDEUM der Abtei MARIA LAACH
  (täglich aktualisiert)

 


         

Unser Vater im Himmel! / Groß ist dein Name und


heilig. / Dein Reich kommt,


Wenn dein Wille geschieht, /


Auch auf Erden. / Gib uns das, was wir brauchen. / Vergib uns, wenn wir Böses tun

 

und Gutes unterlassen. / So wie auch wir denen verzeihen wollen, / Die an uns

 

schuldig geworden sind. / Und mach uns frei, wenn es Zeit ist, /


Von den Übeln dieser Welt.

 

(„Vaterunser“-Übersetzung nach Norbert Lammert - Bundestagspräsident)

 

 

 

Zu Ostern: (eingesandt von Natascha Heck)

Dass Du hindurchkommst so wie Er,
durch dieses Leben und durch diesen Tod,
wie Jesus Christus;
dass Du hindurchkommst wie das Feuer,
das in der Osternacht die Finsternis durchdringt,
und wie das Licht,
das man durchs Dunkel trägt;
dass Du hindurchkommst
wie die Schöpfung durch das Chaos,
so wie das Leben durch die Wüste und die Leere;

und dass Du durchkommst
durch Dein Meer und Deine Wüste,

zusammen mit dem ganzen Gottesvolk,
Jesus voran.


Dass Du hindurchkommst
durch all jenes, was Dich ängstigt und bedrängt,

den Blick gerichtet auf das Osterfeuer,

das Licht, das uns vorangetragen wird in unsere Kirche,

Jesus, das Zeichen, dass Gott nahe ist.

 

Dass Du hindurchkommst

Durch sein Licht, das uns erneut,

in dem wir uns und unsere Welt neu sehn,

neu im Vertrauen,

weil Gottes Wohlgefallen sie umfängt.

 

Dass Du durch Deine Wüste kommst,
weil Er Dein Manna ist,

Dein Osterbrot, Dein täglich Brot.

Dass Du von Ihm getragen wirst

zu dieser neuen Schöpfung hin,

wo Er uns Sonne, Licht und Leben ist.

Dass Er Dich frei macht, frei von allem,
was Dich drückt,

dass Er Dich auferweckt,
wenn Dir die Hoffnung schwand,

dass Er Dir Leben schenkt,
wenn Deine Liebe starb,

dass für Dich Ostern ist,

das heißt: Der Herr kommt Dir entgegen;

ein neuer Tag, ein Tag voll Segen.

Gesegnet` Pascha: Jesus Christ.

 

Piet Penning de Vries SJ

 

 

 

 

 

 

Schweige und höre

 

Vielleicht geht dir

in der Mitte der Nacht ein Licht auf

vielleicht ahnst du plötzlich

dass Friede auf Erden denkbar ist

vielleicht erfährst du schmerzhaft

dass du Altes zurücklassen musst

vielleicht spürst du

dass sich etwas verändern wird

vielleicht wirst du aufgefordert

aufzustehen und aufzubrechen

schweige und höre

sammle Kräfte und brich auf

damit du den Ort findest

wo neues Leben möglich ist

                       Max Feigenwinter

                                                                       

 

 

Segen:

 

Der Segen Gottes liegt auf euch,

ob ihr‘s wisst oder nicht.

 

Der Friede Gottes wohnt auf euch,

ob ihr‘s merkt oder nicht.

 

Die Zukunft Gottes wächst in euch,

ob ihr‘s glaubt oder nicht.

 

Der Engel Gottes geht mit euch,

ob ihr‘s wollt oder nicht.

 

(Arndt Büssing und Martin Patzek, „Gesegnet sein, zum Segen werden“.

Butzon & Bercker 2007)

 

 

Weltgebetstag der Frauen     Viele sind wir, doch eins in Christus

 

 

gebetstag09

 

 

Wir sind eins durch den Heiligen Geist, durch Gottes große Wunder und unverfügbaren Geheimnisse. In Schönheit wandeln wir, wenn wir alle in Harmonie und als Kinder Gottes  gemeinschaftlich mit-einander leben.

 

 

 

Gott, lass uns Deine Nähe spüren, wenn wir Entscheidungen treffen und Verantwortung übernehmen. Bleibe mit uns verbunden, wenn wir Visionen und Zukunftsperspektiven suchen und komme als Gast in unsere Herzen.










SEGEN:

Der Herr segne und erleuchte uns.
Er lasse uns im Licht der Kerzen
seinen Blick spüren
und schenke uns Freude daran.
Er lasse uns selber Licht sein für die Welt,
damit die Menschen Seine Schönheit ahnen
und sich wohl fühlen, mit uns zu sein.
Er lasse uns mit brennenden Lichtern
-  Zeichen unseres Vertrauens und Glaubens an ihn -
Ihm entgegengehen,
dem Gott und Freund, der kommt und einlädt
zum großen Fest an Seinem Tisch.
Dazu segne uns Gott,
der selber als Licht in unsere Nacht gekommen ist
und dessen Schein nie untergeht:
Vater, Sohn und Heiliger Geist.

 

                                               (Herbert Jung)

            

 

 

 

 

                                                         ~AUT0000


marathon

konzentriert an den Start
noch mal eben schnell
etwas erledigen
erste hürde an der bushaltestelle oder am parkhaus
nächste hürde an der Kasse oder im eigenen laden
die beine noch am eingang

langstrecke durch die einkaufszone
slalom zwischen den geschäften
abarbeiten langer listen

planen, aussuchen, besorgen
großzügig, persönlich, originell
korrigieren oder ergänzen

schneller, höher, weiter,
manches liegt auf dem weg
anderes bleibt auf der Strecke            
(„WEGE- Kalender“- Erzbistum Köln/missio)

 

 

Ein Leben nach der Geburt

 

Im Bauch einer schwangeren Frau sind drei Embryos. Einer davon ist der kleine Gläubige, einer der kleine Zweifler und einer der kleine Skeptiker.

Der kleine Zweifler fragt: Glaubt Ihr eigentlich an ein Leben nach der Geburt?

Der kleine Gläubige: Ja klar, das gibt es. Unser Leben hier ist nur dazu gedacht, dass wir wachsen und uns auf das Leben nach der Geburt vorbereiten, damit wir dann stark genug sind für das, was uns da erwartet.

Der kleine Skeptiker: Blödsinn, das gibt es nicht. Wie soll denn das überhaupt aussehen, ein Leben nach der Geburt?

Der kleine Gläubige: Das weiß ich auch nicht so genau. Es wird viel heller sein als hier. Und

vielleicht werden wir herumlaufen und mit dem Mund essen.

Der kleine Skeptiker: So ein Quatsch. Herumlaufen, das geht doch nicht. Und mit dem Mund essen, was für eine seltsame Idee. Es gibt doch nur die Nabelschnur, die uns ernährt.

Außerdem geht das gar nicht, dass es ein Leben nach der Geburt gibt, weil die Nabelschnur schon viel zu kurz ist.

Der kleine Gläubige: Doch, es geht bestimmt. Es wird eben alles ein bisschen anders werden.

Der kleine Skeptiker: Es ist noch nie einer zurückgekommen nach der Geburt. Mit der Geburt ist das Leben zu Ende. Und das Leben hier ist nichts als Quälerei. Und dunkel.

Der kleine Gläubige: Auch wenn ich nicht so genau weiß. wie das Leben nach der Geburt

Aussieht, jedenfalls werden wir dann unsere Mutter sehen und sie wird für uns sorgen.

Der kleine Skeptiker: Mutter?!?? Du glaubst an eine Mutter? Wo ist die denn bitte?

Der kleine Gläubige: Na hier, überall, um uns herum. Wir sind in ihr und leben in ihr und durch sie. Ohne sie könnten wir gar nicht sein.

Der kleine Skeptiker: Quatsch. Von einer Mutter habe ich ja noch nie was gemerkt, also gibt es sie auch nicht.

Der kleine Gläubige: Manchmal, wenn wir ganz still sind, kannst Du sie singen hören. Oder spüren, wie sie unsere Welt streichelt.

Der kleine Zweifler fragt: Und wenn es also ein Leben nach der Geburt gibt, wird der kleine Skeptiker dann bestraft, weil er nicht daran geglaubt hat?

Der kleine Gläubige: Das weiß ich nicht so genau. Vielleicht kriegt er einen Klaps, damit er die Augen aufmacht und das Leben beginnen kann.                                                                             (Quelle: unbekannt)

 

 
 
                                    Meditation
                                     
                                     Du Gott der Anfänge, segne uns,
                                    wenn wir deinen Ruf hören,
                                    wenn deine Stimme uns lockt zu Aufbruch und Neubeginn.
 
                                    Du Gott der Anfänge, behüte uns,
                                    wenn wir loslassen und Abschied nehmen,
                                    wenn wir dankbar zurückschauen auf das, was hinter uns liegt.
 
                                    Du Gott der Anfänge, lass Dein Licht leuchten über uns,
                                    wenn wir in Vertrauen und Zuversicht einen neuen Schritt wagen
                                    auf dem Weg unseres Glaubens.
 
                                    Du Gott der Anfänge, sei uns gnädig,
                                    wenn uns die Angst befällt vor dem Tor in ein unbekanntes Land
                                    wenn wir Schutz suchen bei Dir vor den Stürmen der Nacht.
 
                                    Du Gott der Anfänge, schenke uns Frieden,
                                    wenn der eigene weg uns aufwärts führt,
                                    wenn wir Lebewohl sagen.
 
                                    Lass die Blumen blühen für jeden von uns,
                                    lass den Wind uns den Rücken stärken
                                    und die Sonne warm auf unser Gesicht scheinen
                                    wo immer wir gehen.
 
                                    Gott der Anfänge, segne uns!
 
 
 
                                       Das Computer-Gebet
 
Gott. Du bist mein Programmierer, 
ich kann niemals abstürzen.
Du installierst Deine Software auf der Festplatte meines Herzens. 
 
Alle Deine Befehle sind benutzerfreundlich.
Deine Gebrauchsanweisung führt mich auf die richtigen Seiten um Deines Namens willen. 
Selbst wenn ich durch die Probleme und Schwierigkeiten des Lebens surfe,

                                       muss ich keinen Virus befürchten denn Du bist mein Back-up.

 
Dein Passwort beschützt mich.

                                      Du wirst mir ein Menü ausarbeiten, wenn mich meine Feinde bedrängen.

                                      Deine Hilfe ist nur einen Tastendruck entfernt.

                                      Deine Güte und Deine Barmherzigkeit werden mich jeden Tag meines Lebens begleiten.

 
Am Ende vereinige bitte meine Datei mit der Deinen und ich bin für immer gerettet. Amen. 
 
                                     (Schwester M. Theodolinde Mehltretter,  München - aus dem Buch: Frauen. Leben. Beten.)

 

 

Urlaubsgebet

 

Das braucht seine Zeit

bis die Tage den anderen Rhythmus lernen

und langsam im Takt der Muße schwingen

das braucht seine Zeit

bis die Alltagssorgen zur Ruhe finden
die Seele sich weitet und frei wird

vom Staub des Jahres

 

Hilf mir in diese andere Zeit Gott

lehre mich die Freude und den frischen Blick

auf das Schöne

den Wind will ich spüren

und die Luft will ich schmecken

Dein Lachen will ich hören

Deinen Klang

und in alledem

Deine Stille

                                               (Carola Moosbach)

                                              

 

Irischer Gruß

 

Nimm dir Zeit zum Träumen,

das ist der Weg zu den Sternen.

Nimm dir Zeit zum Nachdenken,

das ist die Quelle der Klarheit.

Nimm dir Zeit zum Lachen,

das ist die Musik der Seele.

Nimm dir Zeit zum lieben,

das ist der Reichtum des Lebens.

 

Nimm dir Zeit

um freundlich zu sein,

das ist das Tor zum Glück.

 

 

Wenn es soweit sein wird mit mir

                                                

Wenn es soweit sein wird
mit mir
brauche ich den Engel
in dir.

 

Bleibe still neben mir
in dem Raum,
jag den Spuk, der mich schreckt,
aus dem Traum,
sing ein Lied vor dich hin,
das ich mag,
und erzähle was war
manchen Tag.

 

Zünd ein Licht an
das Ängste verscheucht,
mach die trockenen Lippen
mir feucht,
wisch mir die Tränen und Schweiß
vom Gesicht,
der Geruch des Verfalls
schreck dich nicht.

 

Halt ihn fest, meinen Leib
der sich bäumt
halte fest, was der Geist
sich erträumt,
spür das Klopfen, das schwer
in mir dröhnt,
nimm den Lebenshauch wahr,
der verströmt.

 

Wenn es soweit sein wird
mit mir
brauche ich den Engel
in dir.                        

[ Text: Friedrich Karl Barth / Peter Horst ]

 

 

 

 

 

                                           Weihnachten – ein Kinderfest?

 

                                         Das Kind in der Krippe will wachsen, will

                                         nicht „alle Jahre wieder“ nur Kind sein.
Und auch wir brauchen Weihnachten nicht
als ein Kinderfest zu feiern. Wir können
mit Weihnachten wachsen, wenn wir das
Christ-Kind in uns und zwischen uns groß
werden lassen. Wenn wir bereit sind, das
Kind, den Mensch gewordenen Gott und
somit den Glauben an ihn groß, erwachsen
werden lassen – und selbst mit ihm zu
wachsen.

                                                 

 

Dein Weg

 

Möge Dein Weg Dir freundlich entgegenkommen,

Wind Dir den Rücken stärken,

Sonnenschein Deinem Gesicht viel Glanz

und Wärme geben.

Der Regen möge Deine Felder tränken,

und bis wir beide, Du und ich, uns wieder sehen,

halte Gott schützend Dich in seiner hohlen Hand.

 

Gott möge bei Dir sein auf Deinem Kissen ruhen,

Dich schützend in seiner hohlen Hand halten.

Deine Wege mögen Dich aufwärts führen,

freundliches Wetter begleite Dir Deinen Schritt.

Wind stärke Dir Deinen Rücken –

Und mögest Du längst im Himmel sein,

wenn der Teufel bemerkt, dass Du fort bist.

 

 

 

 

Zum Gedenken

 

Du stehst an meinem Grabe – doch trauere nicht,

denn ich liege nicht hier und schlafe.

 

Ich bin der Wind, der dich umspielt,

die Sonne über den Feldern,

ich bin die Schneeflocke in der Luft,

der Regen über den Wäldern.

 

Ich bin der Vogel, der singend ruft,

der Stern, der dich grüßt aus der Ferne.

 

Ich bin bei dir, wenn die Sonne sinkt –

Du weißt doch, ich sah es so gerne.

 

Ich bin bei dir, ob Nacht oder Licht,

geh’ ruhig zum Grabe, doch weine nicht,

denn ich liege nicht hier und schlafe.

 

(Verfasst für Brigitte Hömke)

 

 

Sakrament Brot

Täglich essen wir Brot. Schwarzbrot.
Weißbrot. Graubrot. Bauernbrot.
Kümmelbrot. Knäckebrot.
Rosinenbrot. Stangenbrot.
So viel Brot!
Was ist Brot?
Was ist Brot wirklich?

Weiß einer nicht, woher das Brot
kommt? Es ist Brot der Erde:
von unseren Feldern, von unserer
Arbeit, für unser Leben.

Aber wer weiß schon, was Brot ist?
Weiß es der Satte, der mehr hat
als er essen kann?
Weiß es der Verwöhnte, der Brot
gegen Kuchen tauscht?
Weiß es der Hungernde, der die
Mülltonnen der Reichen durchsucht?
Was ist Brot wirklich?

Brot heißt alles, was Menschen zum
Leben brauchen. Brot sind Vater
und Mutter. Brot sind Brüder und
Schwestern. Brot sind die Freunde.
Brot ist Nehmen und Geben
die Arbeit des Tages
und der Schlaf der Nacht.

Brot können wir auch einander sein.
Unser Wort - Brot für jedermann.
Unser Lachen - Brot für Eltern
und Lehrer, für Bekannte und Unbe
kannte. Unsere Tat - Wer braucht
sie brotnötig?
Sind wir wirklich Brot?

Es gab einen, der ganz Brot war
für den Hunger der Menschen.
Sein Wort ist immer noch Brot für
jeden Tag. Werktagsbrot. Schulbrot.

Er hat alle an seinen Tisch gerufen.
Er ist selbst das Brot
das Leben gibt,
das Frieden stiftet,
das Fremde zu Brüdern macht.
Wer nimmt dieses Brot wirklich?

Wenn du diese Brot isst, wenn du
Jesus isst: ganz in dich aufnimmst
in deinen Blutkreislauf, in dein
Denken und Fühlen, dann hast du
neues Leben: wirkliches Leben.

    

                                                           

                                                              

                                aus: H.Hallfas

 

 

Mit Gottvertrauen unterwegs

 

Wer Gott, dem Allerhöchsten traut, der hat auf keinen Sand gebaut
- Denn auch im Urlaub ist er der feste Boden unter Deinen Füßen!


Unser tägliches Brot gib uns heute

 

Uns fehlt vieles zum täglichen Leben
selten das Brot
dafür aber sauberes Wasser, Menschen die uns verstehen,
Anerkennung und Erfolg, Freude Kraft und Mut
für jeden Tag.
Du gibst uns und allen Menschen Leben in Fülle.
Wir möchten teilen und anderen geben,
was sie nötig haben.


Zur Fastnacht : Das Kölner 'Vater Unser'

 

Vatterunser

No welle mer dat Jebett bedde, wat der Här selvs uns aan et Hätz jelaat hät:
Leeve Vatter do bovve,
Dinge Name soll uns hellich sin.
Kumme soll die Zick, wo se all op Dich höre.
Wat Do wells, sollen se all dunn,
em Himmel un he op der Äd.
Jevv uns alledaachs, wat mer bruche, för satt ze wäde.
Un verjevv uns, wo mer schöldich jewoode sin vör Deer,
su wie meer denne verjevve, die uns wih dunn.
Maach et uns nit zo schwer, jot ze sin,
un loß uns frei wäde vun all däm, wat nit jot .
Do beß der Här,
Do steis jroß üvver allem,
jetz un för immer un iwich.
Amen.



Glaubensbekenntnis am Jugendsonntag

 

Wir glauben,
dass wir im Leben nicht einsam sind.
Wir glauben, dass Gott bei uns ist.

Er ist unser Vater; er hat alles erschaffen,
auch uns Menschen.

Wir glauben,
dass Gott die Welt in seinen Händen hält.
Er hat uns seinen Sohn gesandt, Jesus Christus.
Wir glauben an den Sohn Gottes.

Er wurde von uns gekreuzigt und starb unseren Tod.
Er ist auferstanden und lebt und bleibt unser Bruder.

Wir glauben auch,
dass wir unter den Menschen nicht einsam sind.
Wir glauben an die Gemeinschaft der Kirche.

In aller Welt wirkt Gottes Geist;
in allen Rassen und Völkern lebt seine Liebe.

Wir glauben, dass wir vor Gott nicht fliehen können und
dass wir niemals so tief fallen können,
dass er uns nicht auch weiter an sich zieht.

Wir glauben,
dass Gott für uns das Leben will und nicht den Tod,
die Freude und nicht das Leid
und dass er bei uns ist
heute und morgen und für alle Zeit. Amen

Ferienwünsche


Ich wünsche Dir,
dass die Farbenpracht blühender Blumen und Bäume die Farbigkeit deiner Seele neu belebt
und das Singen eines Vogels in der Stille des Waldes dich wieder aufhorchen lässt.
Der Duft frischer Erde, süß riechender Blumen und reifer Früchte möge dich betören
und der Geschmack des Salzes, den der Wind vom Meer her auf deine Zunge trägt,
möge in einem Hauch von Fernweh versunkene Sehnsüchte in dir wieder aufsteigen lassen.

Schlussgebet zu unserem Pfarrfest-Gottesdienst 2003


Herr, wir möchten Bäume sein,
die nicht bloß Blätter tragen und Blüten je nach Jahreszeit der Mode,
Wir möchten auch Früchte bringen, die jeder pflücken kann,
der auf uns zukommt und Hunger hat.
Unsere Früchte sollen eindeutig unser Erkennungszeichen sein,
ein Hinweis auf den, in dem wir verwurzelt sind,
ein Markenzeichen unseres Glaubens.
An unseren Früchten soll man uns erkennen können.

Mitten in der Welt


Herr, mach mich zu einem Werkzeug deines Friedens, dass ich liebe, wo man hasst;
dass ich verzeihe, wo man beleidigt; dass ich verbinde, wo Streit ist;
dass ich die Wahrheit sage, wo Irrtum ist;
dass ich Glauben bringe, wo Zweifel droht;
dass ich Hoffnung wecke, wo Verzweiflung quält; dass ich Licht entzünde, wo Finsternis regiert;
dass ich Freude bringe, wo der Kummer wohnt.
Herr, lass mich trachten,
nicht, dass ich getröstet werde, sondern dass ich tröste;
nicht, dass ich verstanden werde, sondern dass ich verstehe;
nicht, dass ich geliebt werde, sondern dass ich liebe.
Denn wer sich hingibt, der empfängt;
wer sich selbst vergisst, der findet;
wer verzeiht, dem wird verziehen;
und wer stirbt, der erwacht zum ewigen Leben.
Franz von Assisi

Ökumenisches Friedensgebet 2003

 

Du einziger Gott aller Menschen. Du hast die Erde und den Kosmos geschaffen, in ihrer Vielfalt, ihrer Schönheit, ihrer Zerbrechlichkeit. Auch die verschiedenen Kulturen und Religionen sind auf der Suche nach Dir, dem Ursprung von allem. Du willst, dass alle füreinander nicht Bedrohung, sondern ein Segen sind. Unsere Eine Welt soll nach Deinem Willen ein bewohnbares und friedliches Haus für alle sein.

Den Nahen Osten bast Du auserwählt, Deinen Namen und Deinen Weg mit uns an zahlreichen heiligen Orten b.ekannt zu machen. Abraham, Vater des Glaubens für Juden, Muslime und Christen, hörte Deinen Ruf im Land zwischen Euphrat und Tigris, dem heutigen Irak. Dem alten und neuen Volk Israel hast Du in besonderer Weise Leben und Zukunft zugesagt.

Als Christinnen und Christen danken wir Dir aber vor allem für unseren Herrn und Bruder Jesus Christus. Er ist unser Friede. Er ist gekommen, um Mauem nieder zu reißen und allen ohne Unterschied Leben und Zukunft zu schenken. Wir wissen uns in Gemeinschaft mit den christlichen Kirchen des Nahes Ostens. Sie legen Zeugnis ab für das Evangelium Jesu, für die Kraft der Gewaltfreiheit und die Gewissheit der Auferstehung.

Wir beten zu Dir aber auch in Verbundenheit mit allen Brüdern und Schwestern aus jenen Religionen, die im Nahen Osten ihren Ursprung haben. Uns alle hast Du nach deinem Bild und Gleichnis geschaffen, alle sind Dein Ebenbild. Allen, die Dich in Wahrheit suchen, hast Du den Hunger und Durst nach Gerechtigkeit und die Sehnsucht nach Frieden eingegeben. Alle, Muslime, Christen und Mitglieder des Volkes Israel, sehnen sich nach Versöhnung. Alle trauern um die Opfer von Hass und Gewalt. Alle sind nach Deinem Plan auch berufen, an einer neuen Welt zu bauen.

So bitten wir Dich: Erbarme Dich aller Opfer und aller Täter. Beende die Spirale der Gewalt, der Feindbilder, des Hasses, der Vergeltung. Schenke allen, besonders den Verantwortlichen in der Politik, die Einsicht, dass der Weg zum dauerhaften Frieden nicht der Krieg, sondern der Einsatz für Frieden in Gerechtigkeit ist. Erwecke in allen abrahamitischen Religionen auch heute Werkzeuge, Botinnen und Boten einer anderen Welt. Mach, dass die Herzen sich auftun und der Krieg beendet ist, noch bevor er beginnt. Schenke dem Nahen Osten einen dauerhaften Frieden. Lass eine sichere Heimat für alle entstehen. Gib, Herr, dass alle Menschen guten Willens aus allen Religionen, in Nord und Süd, Ost und West, in gemeinsamer Verantwortung die Berge der Missverständnisse abtragen, die Gräben des - Hasses zuschütten und Wege für eine gemeinsame Zukunft ebnen. Lass in der Einen Welt die Waffen schweigen. Lass dafür den Ruf nach Frieden lauter werden, für alle ohne Unterschied.

Herr, einziger Gott: Mache alle zu Werkzeugen Deines Friedens.



In den Aufbrüchendes Tages, Gott,
in der Entdeckungsfreude, im Abschied, beim ersten Schritt, sei du dabei.
Auf den Wegen des Tages, Gott,
den Spazierwegen, den Durststrecken und Rennpissten geleite uns.
In den Pausen des Tages, Gott,
beim Atem holen, beim Kraft tanken, beim Ausruhen lass uns deine Nähe spüren.
In den Begegnungen des Tages, Gott,
im Gespräch, im Streit, im Lächeln des Fremden sei du mittendrin.
Zu den Höhepunkten des Tages, Gott,
den Gipfeln, den Gedankenblitzen, den Glücksmomenten beflügle uns.
Durch die Abgründe des Tages, Gott,
die Verzweiflung, das Versagen, die Einsamkeit trage uns.
Am Ende des Tages , Gott,
nach den vielen Eindrücken, nach der Anstrengung, noch ganz erfüllt
lass uns bei dir ankommen.

(nach Hanna Günther)



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